VR facing fish welfare

Der Tierschutz findet in Aquakulturen bislang zu wenig internationale Beachtung. Fische und andere Wassertiere werden weltweit verzehrt. Ihre Aufzucht gewinnt Jahr für Jahr an Bedeutung, denn die Wildbestände der Meere sind durch Überfischung bedroht. Die nachhaltige Nutzung der Meere ist ein Brennpunkthema und wird hart verhandelt. Für Tierschutzanforderungen bei der Aufzucht von Fischen, Garnelen oder Weichtieren gibt es hingegen noch keine hinreichenden internationalen Standards. Das wollen wir ändern.

 

Oft fehlt es Erzeugern lediglich an Knowhow und Unterstützung bei der Umsetzung einer tierschutzgerechteren Aquakultur. In der „Aquaculture welfare standards initiative“ (AWSI) haben sich Vertreter aus Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltungsbehörden, Handel, Zertifizierung und Tierzucht zusammengefunden. Die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen wurden von den AWSI-Mitgliedern ASC, Global G.A.P. und Naturland in ihre Zertifizierungs-Standards aufgenommen. Sie werden bis 2027 in allen entsprechend zertifizierten Betrieben umgesetzt.

Jetzt gilt es, wissenschaftlich fundiertes Tierschutz-Wissen für Auszubildende, Studierende und Praktiker der Aquakultur verfügbar zu machen. Mit der immersiven Lernplattform „VR facing fish welfare“ hat die Closer2life gGmbH ein Werkzeug zum Wissenstransfer geschaffen, das mittlerweile an Berufs- und Hochschulen in Deutschland, Italien und Portugal erfolgreich eingesetzt wird.

Das Projekt und die damit verbundene Bildungsarbeit wird durch Spenden der Albert-Schweitzer-Stiftung (Berlin) gefördert. Wir danken allen Beteiligten herzlich für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit.